Ute Vieting und Alfons Brandl
Foto: Tess Crebbin
3 Punkte standen auf dem Tagesprogramm der Sitzung der Region Hesselberg im Gasthof Bergwirt bei Herrieden, die am vergangenen Freitag direkt im Anschluss an die FOC Demonstration stattfand und in einer anschliessenden Pressekonferenz auch auf reges Interesse von Seiten der Presse stieß.
Zunächst wurden zwei neue Mitarbeiter vorgestellt. Es handelt sich hierbei zum einen um den Wirtschaftsgeographen Dr. Franz Hitzelsberger, der in Zukunft für die Förderung von wertschöpfungsrelevanten Projekten zuständig sein wird. Er besetzt somit eine eigens generierte Stelle, die sich auch mit der Entwicklung und Vermarktung regionaler Produkte, und Tourismus-relevanten Angeboten befassen wird. Der zweite neue Mitarbeiter ist Herr Oliver Sollbach, ein Landschaftsplaner mit dem Schwerpunkt „nachhaltige Regionalentwicklung“. Er wird sich in Zukunft unter anderem um die Beratung bei Anträgen von Fördergeldern wie z.B. über LEADER kümmern und wünscht sich für die Zukunft “...die Regionalentwicklung weiter zu stärken und das regionale Netzwerk auszubauen“ so Sollbach.
Dr. Franz Hitzelsberger und Oliver Sollbach
Foto: Tess Crebbin.
Die Idee hier soll sein “von Hesselberg raus in die Welt“ und in diesem Zusammenhang stellten Geschäftsführer, Bürgermeister Brandl und seine neuen Mitarbeiter schon einmal ein sehr interessantes und noch in den Kinderschuhen steckendes Projekt vor: “Wir befassen uns momentan unter anderem mit der Weiterentwicklung unserer eigenen Hesselberg-Tracht, die durchaus zu einer professionellen Wertschöpfung mutieren kann“ so der Geschäftsführer.
Und dass Hesselberg mit gutem Beispiel voran geht, was erfolgreiche regionale Entwicklung aus der Basis heraus betrifft, bewies auch Regionalmanagerin Dipl. Ing Ute Vieting, Geschäftsführerin der Region Hesselberg, mit einem beeindruckendem Beispiel: sie war erst vor 14 Tagen von Schottland zurückgekehrt, wo sie auf Einladung der schottischen Regierung bei der Konferenz “Rural Gathering“ die Region Hesselberg als Beispiel für exzellente regionale Entwicklung präsentiert hatte. “Es waren circa 250 Teilnehmer dort,“ so Vieting, “und sie zeigten sich höchst interessiert an dem, was wir hier in der Region Hesselberg machen.“
Punkt 2 der Tagesordnung war die Abstimmung der Bürgermeister der Region über das geplante FOC (Factory Outlet Center), das ca. 400 neue Arbeitsplätze schaffen soll und auch für die Touristen ein Magnet darstellt, da es sich sowohl auf den Sektoren Eventshopping als auch dem breiten Shopping Angebot per se um eine Gute- sowie Schlechtwetter Attraktion für die Region handeln wird.
“Wir wollen keine Fronten schaffen“ so Geschäftsführer Brandl, “sondern gemeinsam mit den umliegenden Regionen in eine gute und wirtschaftlich stabile Zukunft gehen. Wir sitzen ja letztendlich alle im selben Boot, haben dieselben Ziele und wollen unsere Region wachsen sehen. Wenn wir jetzt auch noch alle in die gleiche Richtung rudern, kommen wir gut voran.“
So war es letztendlich kein Wunder, dass von den 22 anwesenden Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen 21 für das FOC Projekt stimmten.
Dritter Punkt der Tagesordnung war das Projekt Römerpark Ruffenhoffen. Hier kündigte Vieting die weitere Unterstützung des Projektes an. Zudem sei der Beschluss zum zweiten Bauabschnitt (Limeseum) nun gefasst und die Entwicklungsgesellschaft wird auf Grund dieses Beschlusses die Bereitstellung von nicht abgerufenen Fördergeldern aus dem Konjunkturpakt I für ein vergleichbares Vorhaben in Oberndorf (1,2 Millionen Euro) für den Römerpark erbitten sowie auf freiwilliger Basis bis Ende 2009 in allen Mitgliedskommunen eine finanzielle und ideelle Unterstützung beraten.
“Ein durchaus positives Ergebnis in allen Punkten und auf ganzer Linie“ freute sich Alfons Brandl am Ende der Pressekonferenz. “Ich denke, dass wir heute in jeder Hinsicht gute Fortschritte gemacht haben und sehe der Zukunft unserer Region äußerst positiv entgegen.“
Ute Vieting und Alfons Brandl
Foto: Tess Crebbin
Stand: 22.10.2009
Autorin/Autor: Tess Crebbin