2007/08 ist das 1225-Jubiläum der Stadt Herrieden und auch
ein Jubiläum der Vitus-Verehrung in Herrieden.
Im Jahr 1358, also vor 650 Jahren, hat Herrieden das berühmte
Veitsreliquiar von Kaiser Karl IV. als wahrhaft kaiserliches Geschenk
erhalten.
Die Verehrung geht aber viel weiter zurück. Wahrscheinlich
stand das Kloster schon im 9. Jahrhundert unter dem Patrozinium
des Hl. Vitus.
Es scheint, dass Herrieden Mittelpunkt der Veitsverehrung in der
Diözese Eichstätt gewesen ist.
Die Lebensbeschreibung des Hl. Vitus trägt legendenhafte
Züge. In der Verfolgung durch den römischen Kaiser Diokletian,
304, wurden auch die kirchlichen Archive weitgehend zerstört.
Aus der Überlieferung wird das Drama im Elternhaus deutlich;
die Eltern haben die Entscheidung des jungen Vitus für den
christlichen Glauben nicht verstanden. So geriet Vitus in Konflikt
mit dem kaiserlichen Religionsgesetz. Weder Machthaber, noch Tiere,
noch siedendes Pech im Kessel konnten ihm schaden.
Von ihm geht eine heilende und klärende Ausstrahlung aus.
Er ist einer der vierzehn Nothelfer.
Er gab Zeugnis im Tod für das Leben. Sein Leben ist nicht
tot zu kriegen.
Vitus heißt Leben: vita.
