Die Stadt Herrieden konnte im Jahr 2009 das ehem. Stadtschloss in Herrieden, Anwesen Vogteiplatz 8 / 10 erwerben. Die Anlage liegt am nordöstlichen Rand der Altstadt und ist mit seinen umfangreichen Befestigungsanlagen Teil des historischen Kerns der Stadt. Die Schlossanlage hat in seiner heutigen Form eine lebendige Geschichte hinter sich. Ursprünglich als Wasserburg vermutlich im 8. Jh. erbaut, wurde die Anlage mehrmals durch Kriegswirren und Brand zerstört und immer wieder in verändertem Zustand aufgebaut bzw. ergänzt. 1510 wurde die Anlage erstmals unter dem Begriff „Stadtschloss” erwähnt. 1658 wurde die Anlage Fürstbischöfliche Brauerei, 1811 zur Brauerei im Privatbesitz.
Zuletzt stand das Areal weitgehend leer, einige Gebäudeteile befinden sich heute in einem sehr schlechten Zustand, der westliche Trakt ist in Teilen stark einsturzgefährdet.
Die Stadt Herrieden strebt nun auf Anraten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und auf Grund der außerordentlichen Bedeutung der Anlage für den historischen Stadtgrundriss ein Instandsetzungs- und Nutzungskonzept an. Dazu soll zunächst ein bauteilgenaues Aufmaß erstellt werden. Anschließend sollen ein Baualtersplan erstellt und der exakte bauliche Zustand der einzelnen Gebäudeteile dokumentiert werden. Danach können die Möglichkeiten einer Sanierung aufgezeigt werden. Ziel ist es, bis Herbst 2010 notwendige Sicherungsmaßnahmen für die einsturzgefährdeten Bereiche ergreifen zu können. Zeitgleich sollen auf die bauliche Anlage abgestimmte, denkmalverträgliche Nutzungskonzepte entwickelt werden.
» Kurzfassung der Präsentation Stadtschloss
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