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Vortrag „Einfach anfangen“ mit Referent Jörg Alt – „Wir haben es in der Hand“

Vortrag „Einfach anfangen“ mit Referent Jörg Alt – „Wir haben es in der Hand“

Am 13.10.2022 war der Jesuitenpater und gesellschaftspolitische Aktivist Jörg Alt in Herrieden zu Gast.

Unter dem Motto „Einfach anfangen – für eine gerechtere und nachhaltigere Welt“ hielt er in der Aula der Grund- und Mittelschule einen Vortrag zu möglichen Maßnahmen gegen die zahlreichen Krisen, mit denen die Menschheit derzeit konfrontiert ist. Den Schwerpunkt legte er dabei auf die voranschreitende Klimakrise. Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde statt. Die Veranstaltung wurde von der Stadt Herrieden, der Steuerungsgruppe Faire Stadt, dem Eine Welt-Verein und Respect Ansbach präsentiert.

Zu Beginn des Abends hieß der Zweite Bürgermeister Andreas Baumgärtner die Anwesenden willkommen und dankte Jörg Alt für sein Kommen. Im Anschluss startete der Referent seinen gut 40-minütigen Vortrag. Dessen zentrale Botschaft lautete: „Noch haben wir es in der Hand, die Klimakrise zu stoppen.“ Dazu sei es aber dringend notwendig, nicht nur über das Klima zu sprechen, sondern sofort mit dem Handeln zu beginnen. Nur so könnten noch die Weichen für die Einhaltung des 1,5° C-Ziels gestellt werden. Als Hindernisse auf dem Weg zu einem wirksamen Klimaschutz machte Alt unter anderem exzessiven werbegetriebenen Konsum, mangelnde Verzichtsbereitschaft und fehlerhafte Politik aus. Um etwas zu erreichen genügten aus seiner Sicht bereits wenige Überzeugte, die sich für Verbesserungen einsetzen. In diesem Zusammenhang ging er auch auf von ihm initiierte Aktionen ein, die teilweise zivilen Ungehorsam beinhalteten. Er erklärte dazu „Ich sehe mittlerweile keine andere Möglichkeit mehr, als auf diesem Weg auf das Problem aufmerksam zu machen.“ Zudem lobte der Jesuitenpater ausdrücklich die Stadt Herrieden, die als zertifizierte Fairtrade-Stadt gezielt den fairen Handel fördert und eine Vorbildfunktion auf kommunaler Ebene einnimmt.

Die an den Vortrag anschließende Gesprächsrunde wurde von der Beauftragten des Stadtrates für kommunale Entwicklungspolitik Franziska Wurzinger moderiert. Neben Jörg Alt nahmen auch Isabella Hirsch als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Klimaschutzaktivist David Schiepek und der Dinkelsbühler Dekan Uland Spahlinger teil. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass die Klimakrise noch aufzuhalten oder zumindest abzumildern sei. Wie bereits im vorangegangenen Vortrag stellten sie aber heraus, dass dafür schnelle Veränderungen notwendig seien. Unter anderem bräuchte es wirksame Vorgaben aus der Politik, eine nachhaltigere Landwirtschaft, eine Regionalisierung bei Lebensmitteln und Kleidung, sowie Bewusstseinsbildung bereits bei Kindern und Jugendlichen.

Insgesamt erlebten die rund 50 Zuhörenden einen spannenden und aufschlussreichen Abend.