Logo Herrieden
Menu

Ansprechpartner

Maximilian Kroemer
1. Stock, Zimmer Nr. 11
Telefon: 09825 808-66
Telefax: 09825 808-3366
maximilian.kroemer@herrieden.de

Bürgerbüro Servicezeiten:

Montag, Mittwoch, Donnerstag
08:00 bis 13:00 Uhr

Dienstag
08:00 bis 18:00 Uhr

Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr

FairTrade


Wer fair spielt gewinnt - Bericht und Video vom 21.10.2021

Wer fair spielt gewinnt - Bericht und Video vom 21.10.2021

Video vom Vortragsabend zu den prekären Produktionsbedingugen in der Spielzeugindustrie.

Vortrag „Wer fair spielt gewinnt“ im Stream

Am 21.10.2021 fand in der Grund- und Mittelschule Herrieden der Vortrag „Wer fair spielt gewinnt“ statt. Dabei sprach Referent Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero (CIR) über die prekären Produktionsbedingungen in der Spielzeugindustrie und informierte über die Arbeit der Fair Toys Organisation (FTO). Der gesamte Vortrag kann nun hier gestreamt werden.

zum Video: Wer fair spielt gewinnt


Wer fair spielt gewinnt - Bericht vom 21.10.2021

Am Donnerstag, den 21.10.2021 fand in der Aula der Grund- und Mittelschule Herrieden eine weitere, von der Stadt Herrieden, der Steuerungsgruppe Faire Stadt und dem Eine Welt Verein Herrieden präsentierte Veranstaltung zum fairen Herrieder Jahresthema „Fairplay“ statt. Unter dem Motto „Wer fair spielt gewinnt – für Arbeitsrechte in der Spielzeugindustrie“ informierte Maik Pflaum ab 19 Uhr über Missstände bei der Spielwarenproduktion und über die Arbeit der Fair Toys Organisation.

Unter welchen Bedingungen wird eigentlich Spielzeug hergestellt? Gerade in der anstehenden Vorweihnachtszeit, der Hauptumsatzzeit der Spielwarenindustrie, dürften sich einige Eltern und Großeltern bei der Suche nach einem passenden Geschenk für ihren Nachwuchs diese Frage stellen. Die Antwort darauf fällt eher ernüchternd aus. Ein Großteil des Spielzeugs, das später in den deutschen Kinderzimmern landet, wird in Asien produziert. Speziell China ist im Bereich Spielzeugproduktion noch immer führend. Die Arbeitsbedingungen in den dortigen Fabriken sind teilweise erschreckend. Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, 16-Stunden-Tage, sowie psychische Gewalt sind an der Tagesordnung. Zudem reicht der gezahlte Lohn oft nicht zum Leben.

Maik Pflaum von der entwicklungspolitischen Organisation „Christliche Initiative Romero (CIR)“ zeigte diese Missstände während seines Vortrags schonungslos auf. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Situation der Arbeiter*innen in den Spielzeugfabriken verbessert werden kann und muss. Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Jahr in Nürnberg die Initiative „Fair Toys Organisation“ (FTO) gegründet. Ihr Ziel ist die Schaffung einer verlässlichen Kontrollinstanz für die Spielzeugproduktion. So soll in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Siegel entwickelt werden, dass glaubwürdig für eine faire und umweltfreundliche Herstellung steht. Die FTO verfolgt einen Multi-Stakeholder-Ansatz und umfasst bisher 26 Mitglieder aus der Spielzeugindustrie und der Zivilgesellschaft. Dazu gehören unter anderem die Firmen Fischertechnik, Heunec und Zapf Creation aber auch Mission Eine Welt und die Stadt Nürnberg. Pflaum selbst war entscheidend, als Vertreter der CIR an der Gründung der Initiative beteiligt und gehört deren Vorstand an.

Die Beauftragten des Stadtrates für kommunale Entwicklungsarbeit, Franziska Wurzinger und Zweiter Bürgermeister Andreas Baumgärtner, freuten sich besonders, dass man mit Maik Pflaum einen ausgewiesenen Experten im Bereich Arbeitsrechte in der Spielzeugindustrie für die Ver-anstaltung in Herrieden gewinnen konnte. Baumgärtner lobte in diesem Zusammenhang die vielfältigen Aktivitäten der Fairen Stadt Herrieden, die gemeinsam mit der Steuerungsgruppe umgesetzt werden und einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Wurzinger, die gleichzeitig Vorstandsmitglied im örtlichen Eine Welt Verein ist, bedankte sich im Anschluss an den Vortag bei dem Referenten für den Einblick hinter die Kulissen der Spiel-zeugindustrie, die zum Nachdenken und Umdenken anregen. So könne Jede und Jeder gerade mit Blick auf die Vorweihnachtszeit mit dem Kauf fair gehandelter Geschenke selbst im Familien- und Bekanntenkreis aktiv werden und ein Zeichen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen setzen. Neben den vielen kleinen Schritten brauche es aber auch ein Umdenken in der Politik und Spielzeugindustrie, deshalb wünsche man der Fair Toys Organisation viel Erfolg und einen langen Atem bei ihrer wichtigen Arbeit. Zum Dank wurde dem Referenten eine kleine Auswahl an fairen und regionalen Produkten in der fairen Stofftasche der Stadt Herrieden überreicht. Im Anschluss nutzten viele der Anwesenden den Verkaufsstand des örtlichen Weltladens, der pas-send zum Thema des Abends Spielsachen sowie Geschenkideen für Kinder aus nachweislich fai-rer Herstellung präsentierte. Alle Beteiligten bewerteten den Abend als rundum gelungen und konnten viele neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Die gesamte Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wird in Kürze auf der Homepage der Stadt Herrieden veröffentlicht. Interessierte Bürger*innen haben somit die Möglichkeit, den Vortrag auch im Nachgang anzuhören

Wer fair spielt gewinnt

Von links: Beauftragte des Stadtrates für kommunale Entwicklungsarbeit Franziska Wurzinger, Vorstandsmitglied der Eine Welt Vereins Beate Jerger, Zweiter Bürgermeister Andreas Baumgärtner, Referent der CIR und Vorstandsmitglied der FTO Maik Pflaum und Koordinator für kommunale Entwicklungsarbeit Maximilian Kroemer

Bildquelle: Christian Enz

Logo Fair Toys Organisation

Fairer Vortrag