Startschuss für den Lückenschluss des Radweges zwischen Herrieden und Burgoberbach
Erstelldatum19.02.2025

Foto: Stadt Herrieden
Mit den Rodungsarbeiten entlang der Staatsstraße 2249 begannen jüngst die Baumaßnahmen für den Lückenschluss des Radweges zwischen den Gemeinden Herrieden und Burgoberbach. Die Planungsvariante, die nun realisiert wird, führt an der Kindertagesstätte in Rauenzell vorbei und verläuft zunächst nördlich der Staatstraße Richtung Burgoberbach. Auf der Höhe der Abzweigung nach St. Salvator soll die Staatsstraße mit Hilfe einer Unterführung gekreuzt werden. Schließlich führt der Radweg südlich der Staatsstraße bis nach Burgoberbach. Bürgermeister Gerhard Rammler und Bürgermeisterin Dorina Jechnerer besprachen zusammen mit Herrn Willi Heller vom begleitenden Ingenieurbüro und mit dem Herrieder Bauamtsleiter Marco Jechnerer vor Ort die nächsten Schritte.
Bürgermeistein Dorina Jechnerer: „Nach dem intensiven Planungs- und Abstimmungsprozess ist es sehr wichtig, dass in diesem Jahr die Baumaßnahmen beginnen. Durch die letztlich beschlossene Wegführung kann der Alltagsradverkehr zwischen Burgoberbach und Rauenzell gestärkt und ein für Radfahrer und Fußgänger sicherer vom Straßenverkehr baulich getrennter Weg realsiert werden. Außerdem ist kein Eingriff in die Natur im sensiblen Bereich der alten Eiche am Orteingang von Rauenzell erforderlich.“
Willi Heller: „Die Entscheidung zur Streckenführung haben sich die Mitglieder des Herrieder Bau- und Verkehrsausschusses keineswegs einfach gemacht. Zunächst stand auch zur Diskussion, ob vorhandene Waldwege ertüchtig und zum Radweg umgestaltet werden können. Doch diese Option fand einerseits keine Zustimmung durch die Staatsforsten, andererseits wurde bei den Beratungen im Gremium auch infragegestellt, ob ein Radweg, der fernab der Straße durch den Wald führt, dem subjektiven Sicherheitsempfinden genügt und bei sog. Alltags-Radlern die erforderliche Akzeptanz gefunden hätte.“
Marco Jechnerer: „Die Gesamtkosten für das Projekt werden sich wohl auf ca. 3,1 Mio. Euro belaufen. Eine Förderzusage der Regierung von Mittelfranken im Rahmen des Sonderbaulast-Programms liegt vor. Dennoch müssen zunächst ca. 980.000 Euro von der Gemeinde Burgoberbach und 2,2 Mio. Euro von der Stadt Herrieden finanziert werden. Nach Erstattung der Fördergelder wird der Eigenanteil der Stadt Herrieden bei ca. 540.000 Euro liegen.“
Bevor jedoch die Bauarbeiten voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2025 beginnen können, werden aktuell entlang der Staatsstraße umfangreiche Rodnungsarbeiten im Auftrag der Staatsforsten durchgeführt.
Gerhard Rammler: „Eine Verzögerung der Rodungsarbeiten hätte uns bei dem Projekt vermutlich um bis zu ein Jahr zurückgeworfen. Daher haben wir darauf gedrängt, dass noch im Februar die Bäume gefällt werden. Der Radweg zwischen Burgerbach und Herrieden ist ein ganz wichtiges Projekt für unsere Gemeinden und es ist gut, dass er nun endlich realsiert wird.“
Bürgermeisterin Jechnerer und Bürgermeister Rammler lobten das gute und lösungsorientierte Miteinander und zeigten sich sehr erleichtert, dass die Verantwortlichen der Staatsforsten, Forstbetriebsleiter Florian Vogel, Stellvertretender Forstbetriebsleiter Daniel Engelhard und der Einsatzleiter vor Ort, Werner Stadelmann, alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, sodass die Rodungsarbeiten noch rechtzeitig beginnen konnten. Auch die Abstimmung zwischen der Stadt Herrieden mit dem Staatlichen Bauamt gestalteten sich äußerst konstruktiv. In diesem Zusammenhang hob Bürgermeisterin Jechnerer die Unterstützung durch den Rauenzeller Stadtrat Robert Goth ausdrücklich hervor und dankte den Mitarbeitenden des Bauhofs, die die verkehrliche Sicherung der Rodungsarbeiten übernehmen.
Durch das Ingenieurbüro Heller werden nun die erforderlichen Ausschreibungen auf den Weg gebracht. Die Fertigstellung des Radweges wird voraussichtlich Ende 2026 erwartet.

