Herrieden beteiligt sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus
Erstelldatum08.03.2024
Die Stiftung gegen Rassismus, Koordinator der Int. Wochen gegen Rassimus, rechnet in diesem Jahr aufgrund der derzeit zahlreich stattfindenden Veranstaltungen für Demokratie und gegen den Rechtsrutsch mit einer hohen Beteiligung an den UN-Wochen. Als Besonderheit können heuer Veranstaltungen bis zur Europawahl im bundesweiten Online-Veranstaltungskalender gemeldet werden.
Auch Herrieden beteiligt sich wieder, organisiert von der kommunalen Integrationsstelle mit Partnern des Netzwerkes WELTOFFEN LEBEN und Vereinen an den Aktionswochen gegen Rassismus.
So präsentiert bereits seit 8. März, noch bis 25. März, das Büchereiteam zu den regulären Öffnungszeiten der Stadt- und Pfarrbücherei Bücher über Respekt, Toleranz und gegen Rassismus. Büchereileitung Dorothea Ertel weist darauf hin, dass ein Teil der Bücher auch ausgeliehen werden kann.
Den offiziellen Auftakt in Herrieden bildet am Frühjahrsmarkt, den 10. März 2024 um 16 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Panorama“ in der DECIMA Galerie. Die Bilder, des aus Syrien stammenden Künstlers Moneer Ballish, können bis zum 24. März 2024, jeweils Donnerstag bis Sonntag von 13.30-17.30 Uhr betrachtet werden. Geplant wurde die Ausstellung von Ulrike Sterner, Flüchtlingssozialdienst der Caritas-Kreisstelle Herrieden und dem Galeristen Johann Buckel, mit Unterstützung der Kath. Erwachsenenbildung/KEB im Landkreis Ansbach.
Ebenfalls findet am Marktsonntag um 18 Uhr wieder das wöchentliche Friedensgebet statt. Dieses wird seit Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine von der Stadt Herrieden und den beiden Kirchen veranstaltet. Die Andacht wird dieses Mal vom Eine-Welt-Verein vorbereitet und findet ausnahmsweise in der Frauenkirche statt.
Am Samstag, 16. März lädt der Helferkreis wie jeden Monat unter dem Motto „Herrieden ist bunt“ um 15 Uhr ins Ev. Gemeindehaus zum Cafe International ein. Beim Begegnungsnachmittag für „Groß und Klein und Alt und Jung“ gibt es wie immer Kuchen, fairen Kaffee und Tee und als Kreativangebot werden mit den Kindern Freundschaftsbänder geknüpft.
Zur Veranstaltung „Menschenrechte für alle - Herrieden steht für Demokratie, Vielfalt und soziales Miteinander“ lädt am Sonntag, den 17. März das Netzwerk WELTOFFEN LEBEN auf Initiative der Herrieder Integrationsbeauftragten Norbert Brumberger und Beate Jerger ein. Die Veranstaltung findet anstelle des Friedensgebetes um 18 Uhr am Marktplatz in Herrieden statt. Alle Netzwerkpartner, wie Bildungseinrichtungen, „Bürger helfen Bürgern“, Caritas-Kreisstelle, Eine Welt Verein, Ev. Christuskirchengemeinde, Helferkreis, Kath. Pfarrei St. Vitus und St. Deocar, Kolpingsfamilie, Kath. Erwachsenenbildung im Landkreis Ansbach, Stadt – und Pfarrbücherei und die Stadt Herrieden wollen an diesem Abend gemeinsam ein starkes Zeichen für die demokratischen Grundwerte, Toleranz und Weltoffenheit setzen. Im Rahmen der Veranstaltung wird unter anderem die Herrieder Erklärung für Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat verlesen, die von der Ersten Bürgermeisterin Dorina Jechnerer, deren Stellvertretern und den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates in Anlehnung an die „Trierer Erklärung“ des Deutschen Städtetages veröffentlicht wurde. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger können danach ebenfalls ihre Unterschrift unter die Erklärung setzen und so öffentlich ihre Solidarität bekunden. Geplant ist außerdem eine Menschenkette, die im Herzen der Altstadt von Herrieden vom Marktplatz um die Stiftsbasilika zum Rathaus, führt.
Unter den zahlreichen, bundesweiten Veranstaltenden der UN-Wochen sind auch Sportvereine, denn Sport ist eine ideale Form, um Integration zu praktizieren. So leistet auch am 17. März 2024, die Sportgemeinschaft TSV/DJK Herrieden beim 1. Heimspiel ein öffentliches Statement für Fairness und gegen Rassismus, das zudem auch in der Stadionzeitung veröffentlicht wird.
Jede und Jeder ist aufgerufen, sich auch noch kurzfristig an den Int. Wochen gegen Rassismus mit Aktionen und Stellungnahmen zu beteiligen, so auch über die sozialen Medien. Beispielsweise kann als einzelne Person oder als Gruppe am Aktionstag, den 16.März 2024 über #BewegtGegenRassismus gezeigt werden, dass in unserer Gesellschaft kein Platz für Spaltung und Intoleranz herrscht.
Den Abschluss der Herrieder Wochen gegen Rassismus bilden dann wiederum die wöchentlichen Friedensgebete, am 24. März vorbereitet von Pf. Roland Höhr und an Ostern von Pf. Peter Hauf.


