Sommerabend mit Musik und Poesie im Büchereigarten
Erstelldatum13.07.2026
Der Sommerabend unter freiem Himmel ist seit 7 Jahren fester Bestandteil der monatlichen Literatur- und Lesekreisreihe, veranstaltet von der Stadt- und Pfarrbücherei Herrieden in Zusammenarbeit mit der kath. Erwachsenenbildung Altmühlfranken und der Kleinkunstbühne „Alte Seilerei“.
Die charmante Männer-Gesangs-Musikgruppe „Kellergeister“ aus Herrieden eröffnete den Abend stilvoll mit Mozarts Kanon „Bona Nox“. Passend zu den zahlreich um die Bücherei herum geparkten Fahrrädern verwandelten sich die Kellergeister mit dem Song „Mein Fahrrad“ (bekannt durch die A-cappella- und Popband „Die Prinzen“) im übertragenen Sinne zu Prinzen.
Ella Hausner und Dorothea Ertel vom Büchereiteam moderierten das musikalisch abwechslungsreiche Programm mit Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte und Übersetzungen der z.T. englischen Songs. Zu dem amerikanischen Folksong „A Man of a contant sorrow“ schlüpfte Ella Hausner in die Rolle eines schwermütigen Eisenbahnarbeiters. Als mittelalterliches Paar verkleidet machten sich die beiden Moderatorinnen auf den Weg zum Markt der Küstenstadt Scarborough, um ihre Liebe wieder zu finden. Dazu sangen die Herren den a Capella Satz des, durch Simon & Garfunkel bekannt gewordenen, alten englischen Volksliedes „Scarborough Fair“
Zum Lachen brachte die Musikgruppe das Publikum mit den Songs vom Verwandtschaftstreffen (Original von Rian), Nina Hagens „Farbfilm“ oder dem „Nussschüsselblues“ von der Gruppe die feisten. Ihre Qualität an Blasinstrumenten stellten die Kellergeister mit dem Song „Bakerstreet“ und seinem legendären Saxophonsolo (gespielt von Jochen Eichelberger) unter Beweis.
In der Pause verwöhnte das Büchereiteam die Gäste mit deftigen und süßen Leckereien, Weißbierbowle und erfrischenden Getränken.
Mit einem gemeinsamen Abendlied als Zugabe verbreiteten die Kellergeister eine wohltuend meditative Stimmung zwischen den alten Mauern der Herrieder Kirchen. Manche Abendspaziergänger gesellten sich spontan zu dieser gemütlichen Gesellschaft und ließen sich bis zur vollständigen Dunkelheit von der besonderen Atmosphäre verzaubern.
Text: Dorothea Ertel
Fotos Günther Holzinger


